Logo_weiss

Rielasingen-Worblingen

 

    ArchivAuf dieser Seite finden Sie ältere Berichte und Informationen
    in chronologischer Reihenfolge

02. August 2017 [Bericht: Anja Kurz]
Flüchtlingskinder lernen bei der DLRG das Schwimmen

Schwimmkurs

Im Juli 2017 hatten 11 Flüchtlingskinder die Möglichkeit in einem Kurs der DLRG Rielasingen-Worblingen e.V. sicher schwimmen zu lernen. Mit viel Freude verbesserten die Teilnehmenden im Alter von 5 bis 11 Jahren bei Wind und Wetter täglich ihre Technik und beendeten nach 14 Tagen erfolgreich den Kurs.

Den Vorschlag der Flüchtlings- und Integrationsbeauftragten der Gemeinde ein spezielles Angebot für Flüchtlingskinder zu realisieren, griff die DLRG Rielasingen sofort auf. „Diesen Kurs durchzuführen war uns ein besonderes Anliegen da der generelle Auftrag der Frühschwimmerausbildung nicht nur ein ureigenes DLRG Thema ist, sondern definitiv eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung darstellt, die keineswegs vor der Migration und der Flüchtlingsthematik haltmacht“, so Norman Pietsch, 1. Vorsitzender der DLRG Rielasingen. „Das Wasser macht keinen Unterschied in der Herkunft des Opfers, wie die zahlreichen Ertrinkungstoten landauf landab jedes Jahr beweisen.“

Mit Unterstützung von zahlreichen Ehrenamtlichen des Unterstützerkreises Flüchtlingshilfe Rielasingen-Worblingen, die die Kinder täglich ins Naturbad Aachtal begleiteten, stellte sich die DLRG mit großem Engagement und viel Energie der Aufgabe den Flüchtlingskindern das Schwimmen beizubringen.

Durch die Begleitung des Kurses durch gleich vier ehrenamtliche Schwimmausbilder und das exklusive Angebot für diese Zielgruppe konnte nicht nur auf die unterschiedlichen Charaktere der Kinder, sondern auch auf den zum Teil großen Altersunterschied und die Notwendigkeit der Übersetzung unterschiedlicher Anweisungen eingegangen werden. Dies ermöglichte es den Teilnehmenden sicher schwimmen zu lernen.

Auch Norman Pietsch zieht eine positive Bilanz: „Der Kontakt zu den Eltern und den Kindern des Flüchtlingskurses hat unser Dasein als Schwimmausbilder bereichert und wir sind froh darüber, hier einen wichtigen Teil zur kulturellen Verständigung, dem gegenseitigen Respekt und der Prävention von Ertrinkungsfällen geleistet zu haben.“

Der Kurs wurde unterstützt durch das Ministerium für Soziales und Integration aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg.
 

21. Juli 2017 [Bericht: Eva Grundl]
Internationales Sommerfest ein voller Erfolg

Bunt zu ging es im Pfarrgarten der Unterkirche St. Bartholomäus beim Internationalen Sommerfest, zu dem der Unterstützerkreis Flüchtlingshilfe Rielasingen-Worblingen in Kooperation mit der Flüchtlings- und Integrationsbeauftragten der Gemeinde Rielasingen-Worblingen und dem Sozialen Dienst der Gemeinschaftsunterkünfte geladen hatten.

Bürgermeister Ralf Baumert fand denn auch lobende Worte in seiner Eröffnungsrede: „Ich freue mich sehr, dass so viele Menschen heute den Weg hierher gefunden haben. Die Aufnahme und Integration von Flüchtlingen wurde in unserer Gemeinde von Anfang an engagiert und tatkräftig angegangen. Im Jahr 2018 werden weitere 150 Flüchtlinge zu uns kommen und aufgrund unserer positiven Erfahrungen bin ich sicher, dass wir das schaffen.“
Den Organisatorinnen des Internationalen Sommerfestes sprach Ralf Baumert, dessen Rede von Emad Alhaw ins Arabische übersetzt wurde, seinen herzlichen Dank aus.

Auch beim Internationalen Sommerfest hat sich gezeigt, dass im Grunde nur Gutes entstehen kann, wenn alle mit anpacken und ihren Beitrag leisten. Nicht nur sehen und hören, sondern auch schmecken ließ sich das im Pfarrgarten der Unterkirche St. Bartholomäus. Vom Spätnachmittag bis in den Abend hinein war dieser bevölkert von gut gelaunten kleinen und großen internationalen Gästen, die zahlreich gekommen waren.

Sommerfest_2017_4

Während die Kinder bei der angebotenen Malaktion ihre künstlerischen Talente zeigten, erprobten die großen und kleinen Artistinnen und Artisten bei der Mitmachaktion des Zirkus Risolino Geschick und Koordination. Beim Tischfussball war Spielen in internationaler Besetzung angesagt und auch die Spielekiste war ständig gefragt.Für die passende musikalische Begleitung sorgten die Jugendkapelle des Musikvereins Worblingen und das Jugendblasorchester LetzFetz mit ihren beschwingten Einlagen. Der Durst konnte mit erfrischenden Getränken und Cocktails von b.free gestillt werden, für kulinarische Genüsse sorgten internationale Speisen auf dem riesigen bunten Buffet und köstliche Spezialitäten vom Grill. So konnte auch der gegen Ende plötzlich einsetzende Starkregen den Erfolg des Internationalen Sommerfestes nicht mehr gefährden.
Das Fest wurde unterstützt durch das Ministerium für Soziales und Integration aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg.

Sommerfest_2017_3 Sommerfest_2017_2

 Sommerfest_2017_1

    Zukunftswerkstatt-a

    10. November 2016
    Kommunaler Flüchtlingsdialog

    Auf Einladung von Bürgermeister Ralf Baumert kamen am Donnerstag, den 10. November gut 50 Besucher zur diesjährigen Zukunftswerkstatt in den Kulturpunkt Arlen. Diese hatte in diesem Jahr die „Integration von Geflüchteten“ zum Thema und wurde im Rahmen der Landesinitiative „Kommunale Flüchtlingsdialoge“ gefördert.
    Ziel der Veranstaltung war es, die vor Ort bestehenden Angebote für Geflüchtete zu stärken, besser miteinander zu vernetzen und Neues auf den Weg zu bringen. Hierzu brachten die Anwesenden aus dem Gemeinderat, dem Unterstützerkreis Flüchtlingshilfe Rielasingen-Worblingen, Vereinen, Verbänden, Kindertageseinrichtungen, Elternvertretungen, Schulen, Kirchen, dem Jugendrat und der Verwaltung  ihre vielfältigen Ideen ein .Moderiert wurde die Zukunftswerkstatt durch Martin Müller, Fachberater „Bürgerschaftliches Engagement“ beim Städtetag Baden-Württemberg, und Martin Schwarz von der Führungsakademie Baden-Württemberg. Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Baumert stellte sich die Flüchtlings- und Integrationsbeauftragte der Gemeinde, Anja Kurz, vor und präsentierte die aktuelle Situation der Geflüchteten in Rielasingen-Worblingen.

    Im ersten inhaltlichen Teil ging es dann zunächst darum, anhand von 5 Leitfragen ein gemeinsames Verständnis von „gutem Zusammenleben“ zu entwickeln. „Kommunikation und Offenheit schafft Miteinander“ lautete am Ende der gemeinsame Leitsatz. Auf Basis dessen ging es dann im zweiten Teil darum, zu 6 Themen konkrete Ideen zu entwickeln und Verantwortliche für die Umsetzung derselben zu benennen. Arbeiten, Wohnen, Leben, Engagement, Mitsprache und Beteiligung sowie der Umgang mit Kritik und Vorurteilen lauteten die Überschriften an den 6 Thementischen.
    Der generationenübergreifende Austausch erwies sich als äußerst produktiv. So standen am Ende der Veranstaltung 7 konkrete Projektideen fest: Neben einer regelmäßigen offenen Gesprächsrunde in den Gemeinschaftsunterkünften, der Organisation eines Vereinstages und der Planung eines Kochkurses ist beispielsweise auch eine Schulung zu den deutschen Verkehrsregeln geplant. Alle Teilnehmenden nahmen jedoch vor allem den Auftrag mit, die „Kommunikation“ zum Thema „Integration von Geflüchteten“ in der Gemeinde aber auch darüber hinaus ambitioniert weiter zu führen.
     

    Treffen_Juca_Okt16

    09. Oktober 2016
    Treffen mit Flüchtlingen im JUCA 60

    Auf Einladung des Unterstützerkreises Flüchtlingshilfe Rielasingen-Worblingen (UFRW) und des Kinder- und Jugendförderteams kamen am Sonntag, den 09. Oktober 2016 rund 40 Besucher zu einem gemeinsamen Treffen ins JUCA 60. Darunter befanden sich Geflüchtete, die bereits längere Zeit in Rielasingen-Worblingen leben, aber auch neu angekommene Flüchtlinge. 

    Ziel der Veranstaltung war es, den Flüchtlingen die Angebote des Unterstützerkreises sowie des Kinder- und Jugendförderteams vorzustellen. So präsentierten sich in den unterschiedlichen Räumlichkeiten des JUCA 60 der Deutschkurs, die Fahrradwerkstatt, die Spielgruppe, die Nähgruppe, die AG „Mit Spiel und Spaß unterschiedliche Kulturen kennenlernen“ sowie das World Café. Die Geflüchteten konnten sich an den einzelnen Infoständen näher über die Angebote informieren, die jeweiligen Verantwortlichen kennenlernen und sich bei Interesse sofort anmelden.

    Zudem stellte sich der Musikverein Worblingen e.V. vor und lud die Flüchtlinge ein, die Angebote des Vereins näher kennenzulernen. Bei Kaffee und Kuchen entstand ein reger Austausch über die verschiedenen Angebote , für die einige neue Teilnehmerinnen und Teilnehmer gewonnen werden konnten. Auch die Flüchtlingskinder kamen auf ihre Kosten: für sie wurden durch den UFRW und das Kinder- und Jugendförderteam vor und im JUCA 60 unterschiedliche Spielmöglichkeiten wie ein Parcours geboten.

    Im Rahmen der Veranstaltung stellte sich außerdem die neue Flüchtlings- und Integrationsbeauftragte der Gemeinde Rielasingen-Worblingen, Anja Kurz vor und erläuterte kurz ihre Aufgaben. Sie ist ab sofort montags, dienstags und jeden zweiten Freitag im JUCA zu erreichen.Unterstützt wurde die Veranstaltung durch das Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg.
     

    Bahnfest

    Video

    07. Mai 2016:
    Syrische Spezialitäten beim Museums-Bahnfest

    Beim diesjährigen Museums-Bahnfest war der UFRW mit einem Stand vertreten, an dem einige der in Rielasingen untergebrachten syrische Familien kulinarische Spezialitäten aus ihrer Heimat anboten. Es gab Fladenbrot mit verschiedenen Füllungen, Falafel sowie mit Couscous gefüllte Weinblätter.
     
    Die Besucher zeigten lebhaftes Interesse. Die Nachfrage war so groß, dass noch vor Ende des Festes alles ausverkauft war. Während des ganzen Tages ergaben sich immer wieder interessante Gespräche und es kam zu zahlreichen, durchweg sehr freundlichen Begegnungen zwischen Publikum und den Geflüchteten.
     
    Alles in allem hat die Veranstaltung sowohl den Helfern unseres Unterstützerkreises als auch den beteiligten Flüchtlingen viel Freude bereitet. Nach Abzug aller Unkosten blieben immerhin noch ca. 160 € übrig, die nun zum Wohl der Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft Rosenegg eingesetzt werden.
     

    Austausch1a
    Austausch2a

    Februar 2016:
    Veranstaltung “Interkultureller Austausch” im JUCA

    Am Samstag den 20. Februar kamen auf Einladung des Unterstützerkreises und des Kinder- und Jugend-Förderteams rund 60 Besucher ins Jugendförderzentrum JUCA, nämlich die in unserer Gemeinde lebenden Flüchtlinge mit ihren deutschen Patenfamilien und einige Mitglieder des Unterstützerkreises und des Jugendförderzentrums.

    Hauptsächliches Ziel der Veranstaltung war, die Flüchtlinge selbst verstärkt für eine direkte Mitwirkung an bestimmten Arbeiten und Aufgaben des Unterstützerkreises zu gewinnen. Das gezeigte Interesse war groß, und so fanden sich genügend Helfer für Dolmetschertätigkeiten, für die Fahrradwerkstatt und für die Kinder-Spielgruppe. Darüber hinaus plant der Unterstützerkreis, zusammen mit den Flüchtlingen während des bevorstehenden Museumsbahnfests einige  kulinarische Leckerbissen anzubieten.

    Bei dem anschließenden, gemeinsamen Mittagessen ergab sich ein reger und konstruktiver  Gedankenaustausch zwischen Helfern und Flüchtlingen wie auch unter den Flüchtlingen selbst. Auch wenn die Veranstaltung nicht immer entsprechend unserer deutschen Regeln verlief, und  gerade weil auch arabische Gepflogenheiten zum Vorschein kamen, darf man insgesamt von einem geglückten, interkulturellen Austausch sprechen.

    Die Veranstaltung wurde durch das Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren des Landes Baden-Württemberg unterstützt.
     

    Unterricht2

    Dezember 2015:
    Neuauflage des Deutschkurses

    Nachdem die letzten Deutschkurse im Juli 2015 abgeschlossen waren (damals unter Leitung von Frau Gudrun Breyer), sind inzwischen wieder so viele neue Flüchtlinge (alle aus Syrien) in Rielasingen angekommen, dass eine Neuauflage des Kurses angezeigt war.

    Unser Deutschunterricht dient dazu, den Flüchtlingen  schon vorab die wichtigsten Grundlagen der deutschen Sprache beizubringen, bevor sie dann nach Anerkennung ohnehin zum Besuch einer offiziellen Sprachschule wie VHS oder Inlingua verpflichtet werden. Etwa die Hälfte der Teilnehmer kennt nur die arabischen Schriftzeichen und muss daher erst einmal unser lateinisches Alphabet erlernen.

    Im Deutschkurs sind mehrere Helfer tätig. Die Leitung hat Frau Schiffer übernommen. Sie hat schon in mehreren afrikanischen Ländern Deutsch als Fremdsprache unterrichtet und bringt daher sogar einige Arabisch-Kenntnisse mit. Aktuell nehmen etwa 10 syrische Frauen und Männer am Kurs teil, wobei die Zahl der Teilnehmer bald steigen dürfte. Während des Unterrichts werden mitgebrachte Babys und Kleinkinder durch die freiwilligen Helfer des Oma-Opa-Patenprojektes betreut.